Wohnmobil

Das Camping erfreut sich in den vergangenen Jahren einer immer größer werdenden Beliebtheit. Der Reisetrend entwickelt sich mit einer großen Tendenz in Richtung Individualurlaub. Urlaube mit dem Wohnwagen bzw. einem Camper sind folglich im Trend. Insbesondere für Anfänger ist die Wahl und die Unterscheidung passender Campingmöglichkeiten jedoch nicht selbsterklärend, denn hier gibt es eine Reihe modelltypischer Unterschiede, die Interessenten als Tipps einstufen können.

Es gibt auf dem Markt von Campern eine Reihe von Möglichkeiten und Typen, die es zu unterscheiden gilt.

Man differenziert schwerpunktmäßig folgende Typen:

1. Der Mini Camper
2. Der Campingbus
3. Der Kastenwagen
4. Das Modell Alkoven
5. Das teilintegrierte-Wohnmobil
6. Das vollintegrierte-Wohnmobil
7. Der Fernliner


Dieser Typ gilt als ein wahrer Klassiker, der kompakt und alltagstauglich ist. Vor allem in der jüngeren Generation sind die kompakten Modelle sehr beliebt. Diese Modelltypen basieren auf Konstruktionen von Kleinbussen oder auch auf Konstruktionen von Kastenwagen und überzeugen mit einer durchschnittlichen Länge von 5 Metern. Durch clevere Lösungen, wie Kochmulden empfehlen sie sich hervorragend für Kurztrips oder auch Festivalbesuchen.

Vorteile von einem Mini Camper

- Die Modelle bieten einen attraktiven Kraftstoffverbrauch
- Das Fahrverhalten gilt als gut
- Anfallende Kosten für Maut oder auch Campingplätze sind zudem vergleichsweise gering


Als ein wahrer Klassiker unter den Wohnmobiltypen gilt der Campingbus. Teilweise werden diese Modelle mit einem praktikablen Aufstelldach ausgestattet. Die allgemeine Einrichtung gilt als zweckmäßig. Der bekannteste Vertreter des Campingbusses ist im Übrigen der VW-Bus, den man auch langläufig als ?Bulli? kennt. Diese Modelle werden mit einem Drehsitz ausgestattet, verfügen über eine kleine Küche und bieten Schlafgelegenheiten. Ein autarker Toilettenraum fehlt jedoch. Hierfür kann eine Chemietoilette genutzt werden.

Vorteile von einem Campingbus:

- Die Außenmaße von einem Campingbus gelten als kompakt und somit praktikabel
- Die Motorisierung ist gut und auch der Kraftstoffverbrauch mäßig
- Die Fahreigenschaften sind ebenso gut und auch die Alltagstauglichkeit ist geboten

Nachteil von einem Campingbus:

- Es gibt keinen autarken Toilettenraum
- Die Preise können je nach Modell sehr hoch sein und liegen teilweise deutlich über den Preisen eines Kastenwagens

Heutzutage sind Kastenwagen vollkommen im Trend. Galten früher noch die sogenannten Selbstausbauer als Hauptabnehmer solcher Modelle, hat sich diese Situation geändert. Aktuell ist es sogar bereits so, dass beinahe jeder Hersteller ein entsprechendes Modell im Portfolio hat und sogar jedes zweite Wohnmobil, dass neuzugelassen wird, ein Kastenwagen ist.

Die Hauptkennzeichen eines Kastenwagens sind folgende Parameter:


- Die Modelle weisen einen sogenannten Drehsitz auf
- Es gibt einen Küchenblock, der einen großen Kühlschrank beinhaltet
- Eine Nasszelle mit integrierter Dusche ist gegeben

Mit bis zu vier Personen kann man einen Kastenwagen mit Schlafdach nutzen. Die zusätzliche Liegefläche bietet hier ein enormes Plus an Komfort. Die gebotene Liegefläche kann bezüglich der Länge schwanken. Im Regelfall liegt die Fläche dann zwischen 5,40 bis 6,40 Metern. Wer sich für ein Modell entscheidet, das kürzer ist, kann optimal von einer entsprechenden Wendigkeit und Alltagstauglichkeit profitieren. Zu beachten ist im Übrigen, dass das zulässige Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen im Regelfall nicht überschritten wird. Somit ist ein Führerschein der Klasse B auch vollkommen ausreichend, um einen entsprechenden Kastenwagen zu fahren.


Als ein weiterer Klassiker unter den Campingmobilen gilt das sogenannte Alkoven Modell. Diesen Typ erkennt man an den aufgesetzten Schlafraum. Der Schlafraum ist direkt über dem Fahrerhaus angebracht. Das Alkoven-Mobil wurde in den 80ern und in den 90igern gebaut. Beliebt wurden diese Modelle, insbesondere durch das sehr ansprechende Preis-Leistungs-Verhältnis und dem hierzu gebotenen großen Raumangebot. Eine Reihe von Alkoven-Mobilen bieten in diesem Kontext sogar Platz für bis zu 6 Personen. Vereinzelt findet man bei diesen Modelltypen Stockbetten im Heck. Aktuell befindet sich der durchschnittliche Anteil der Neuzulassungen jedoch weit unter 10 %. Im Regelfall entscheiden sich heutzutage besonders Familien für diesen Typen.
Aufgrund der Größe ist die Alltagstauglichkeit eingeschränkt und durch den hohen Aufbau kann es zu Limitierungen bei Durchfahrten kommen.
Zu den Stärken gehören eine große Küche und ein geräumiges Bad sowie ausreichend Platz in den Schränken.


Bei einem solchen Modell handelt es sich um ein Campingmobil, dass für zwei Personen vorgesehen ist. Hersteller versuchen im Regelfall Varianten anzubieten, die unter 3,5 Tonnen Gewicht liegen, damit die Fahrer einen normalen PKW-Führerschein verwenden können. Das erhöht im Allgemeinen die Absatzchancen erheblich. Bei den teilintegrierten Modellen ist das Fahrerlebnis der Basisfahrzeuge erhalten. Das sorgt für ein positives Fahrgefühl. Die Länge der Modelle kann schwanken und befindet sich in der Regel zwischen 6 bis 7,5 Metern. Ein entsprechender Preis ist abhängig vom sogenannten Basisfahrzeug. Die erklärte Zielgruppe dieser Modelle sind Paare.

Leider wird im Reisealltag schnell das zulässige Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen überschritten. In diesem Fall hilft nur eine Auflastung, die wiederum den Kreis der Fahrer einschränkt, da Inhaber des Führerscheins der Klasse B das aufgelastete Mobil nicht fahren dürfen. Dafür ist dann der Führerschein der Klasse C1 erforderlich.


Diese Art gilt als die Variante mit dem größten Komfort und Luxus. Das Basisfahrzeug ist ganzheitlich in das Mobil integriert. Das eigentliche Basisfahrzeug ist hierbei nicht mehr zu erkennen. Der Kaufpreis für diese Modelle ist im Vergleich mit anderen Varianten deutlich teurer. Die Verarbeitung ist als äußerst wertig anzusehen und auch das Raumangebot überzeugt. Ein typisches Erkennungszeichen dieser Modelltypen sind die vollintegrierten Frontscheiben sowie die nichtexistierenden Fahrhaustüren. Vollintegrierte Varianten warten mit deutlich mehr als 3,5 Tonnen Eigengewicht auf. Aufgrund dessen gibt es eine Reihe von Nachteilen, die hier nachfolgend aufgelistet werden.

Nachteile von vollintegrierten Mobilen:

- Es gibt Beschränkungen im Straßenverkehr, da beispielsweise Überholverbote greifen
- Es müssen höhere Mautgebühren gezahlt werden
- Es greifen Geschwindigkeitsbegrenzungen
- Es ist zumeist ein Führerschein der Klasse C1 notwendig

Der sogenannte Liner präsentiert sich als vollintegriertes Wohnmobilvariante, dass noch luxuriöser ist als das vollintegrierte Campingmobil. Bei diesem Modell handelt es sich, um eine vollintegrierte Version eines Campers mit der Größe eines Reisebusses. Diese Vehikel befinden sich auf einem sehr hohen Preisniveau und sind nicht selten mit einem Allradantrieb ausgestattet. Aufgrund der nur geringen Alltagstauglichkeit ist der Käufermarkt sehr gering und die Preise aufgrund der Exklusivität hoch. Ein weiteres exotisches Modell unter den Wohnmobiltypen sind die sogenannten Pick Up-Wohnmobile. Bei diesen Typen wird die vollständige Wohnkabine auf der Pick-up-Ladenfläche positioniert. Dieser Part ist zumeist abnehmbar und kann dann auch nach einem erfolgten Urlaub abgenommen werden. Das erhöht die Praktikabilität deutlich.

Im Schnitt kostet ein solches Reisemobil circa 35.000€. Diese Summe beinhaltet je nach Modell im Schnitt jedoch nur die Grundausstattung. Im Durchschnitt sind die Anschaffungskosten mit ein paar zusätzlichen Ausstattungsmerkmalen bei rund 45.000€. Essentiell für Campingmobile sind der Frischwassertank sowie der Abwassertank und die integrierte Toilette. Beachten sollte man bei den Ausstattungsfeatures auch das Vorhandensein einer Klimaanlage bzw. einer Heizung für den Winter.

Einzukalkulierende Kosten beim Erwerb eines entsprechenden Campingmobils:

- Ca. 35.000€ ohne jegliche Ausstattung
- Ca. 45.000€ mit einer Grundausstattung
- Ein zusätzlich anfallender Spritverbrauch
- Zusätzliche Kosten für Camping- und Stellplätze
- Eine Campingausrüstung, die zusätzlich gekauft werden muss
- Der Kauf einer Heizung
- Das Anschaffen von Rangierhilfen
- Ein erhöhter Stromverbrauch

Der eindeutige Vorteil eines Campers ist das Reisende flexibel eine festlegbare Route für die Urlaubsreise vornehmen können. Um unterwegs das Vehikel für die Nacht abzustellen, kann ein Campingplatz oder ein entsprechender Stellplatz genutzt werden. Beachten sollte man jedoch, dass das Abstellen eines Campers jedoch nicht überall erlaubt ist. Dafür vorgesehene Plätze bieten den Campern gute Möglichkeiten, um den Frischwassertank wieder zu befüllen oder den Abwassertank zu entleeren und das auf vollkommen legalem Weg. Zudem bieten insbesondere Campingplätze separate Stromanschlüsse, die von den Wohnmobilbesitzern genutzt werden können. Pausen können im Übrigen auch auf normalen Parkplätzen gemacht werden. In der Regel kann man hier bis zu 8 Stunden unkompliziert stehen bleiben. Es sollte jedoch darauf verzichtet werden, dass man Campingmöbel draußen aufstellt.


Im Zuge einer Campingtour sollten zwingend eine Reihe von Maßgaben betrachtet werden, um die Urlaubsroute so angenehm und praktikabel wie möglich zu gestalten. Vor allem Anfänger, die sich auf den unterschiedlichen Stellplätzen noch nicht auskennen, können im Vorfeld für sich eine Checkliste aufstellen mit den individuell wichtigen Punkten die zu beachten sind.

Auf was sollte geachtet werden- Tipps:

- Der Aspekt der Rue auf dem Stellplatz
- Die Verpflegungsmöglichkeiten vor Ort
- Das allgemeine Preis-Leistungs-Verhältnis
- Der Zustand der Parzellen und Mietunterkünfte
- Die gebotene Infrastruktur
- Die Sanitäranlagen
- Die Lage
- Die anfallenden Gebühren

Das Wesen eines solchen Vehikels ist es bekannterweise an ein Fahrzeug angehangen zu werden. In diesem Umstand befindet sich im Übrigen ein deutlicher Vorteil, da man vor Ort am Urlaubsziel angekommen, beispielsweise kein Mietfahrzeug mehr benötigt. Die Nutzer hängen den Wohnwagen einfach ab und nutzen mobil das normale Auto für Ausflüge. Im Vergleich zu einem modernen Camper bleibt hier von Beginn an die Flexibilität der Nutzung vor Ort gewahrt. Zudem muss man sich kein separates Auto kaufen.

Vorteile im Vergleich zu modernen Wohnmobilvarianten:

- Es wird ein besonders hohes Maß an Flexibilität geboten.
- Der normale PKW kann weitergenutzt werden
- Man muss nur eine leichte Pflege vornehmen und der Wartungsaufwand ist gering
- Vergleichsweise fallen nur geringe Anschaffungskosten an

Nachteile im Vergleich zu modernen Wohnmobilvarianten bei Camping:

- Ungeübte Fahrer könnten Probleme bei der Autofahrt haben
- Bei einem solchen Fahrzeug sind härtere Geschwindigkeitsbegrenzungen gegeben im Vergleich zu Wohnmobillösungen
- Abstellplätze für Wohnwagen sind ebenso schwer zu finden wie hoch im Kurs
Einen Augenblick bitte...
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