Hubbett

Der Platz im Wohnwagen ist generell beengt und daher sehr wertvoll. Neben Küche, Badezimmer und Sitzgruppe sind es vor allen die Festbetten, für deren Montage bei der Planung ein größerer Bereich gelassen werden muss. Bei nur zwei Schlafplätzen ist dies kein Problem, jedoch steigen die Herausforderungen für die Wohnmobilhersteller, wenn das Wohnmobil kompakt sein soll und mehrere Schlafplätze für die Kinder oder weitere Erwachsene beim Camping benötigt werden.
Hubbetten wurden vor etwa 40 Jahren zum ersten Mal in einem Wohnmobil der Marke Hymer verbaut und seit einigen Jahren auch in einem Caravan verbaut. Dies war eine echte Neuerung, denn ein Hubbett bietet zwei sehr gute Schlafplätze, welche am Tage aus dem Bereich des Caravans verschwinden und am Abend bei Bedarf wieder einfach aufgebaut zur Verfügung stehen. Hierbei ist zu beachten, dass Schlafkomfort in einem Hubbett nicht komplett das Niveau der heimischen Betten erreicht, diese aber auf jeden Fall bequemer sind als eine umgeklappte Sitzgruppe in der Küche. Vor allem aus Platz- und Gewichtsgründen kommen auf den Hubbetten dünne Matratzen aus Schaumstoff zur Anwendung, welche auf den Lattenrosten aufliegen. So soll die Konstruktion nur eine geringe Höhe in Anspruch nehmen und der Schwerpunkt sollte nicht über die Maßen verlagert werden.
Das erste Hubbett wurde somit von der Marke Hymer im Jahre 1976 mit dem Mobil 521 herausgebracht. Zu dieser Zeit wurde das Doppelbett im Fahrerhaus heruntergelassen. Danach folgten auch andere Hersteller und bauten zugleich Hubbetten in die Wohnmobile ein. In den T-Modellen wurden sogenannte Wingamm-Hubbetten verbaut. Den ersten in höheren Zahlen hergestellten TI wurden Bürstner 2006 herausgebracht. Der Einbau erfolgte in den Megavan. Heutzutage bieten nahezu alle Hersteller die Möglichkeit, außer den vorhandenen Festbetten zwei weitere Plätze zum Schlafen ohne großen Umbau vorhanden sind. Hierzu gibt es im Fachhandel für Anfänger viele Tipps.

Ein Hubbett ist ein besonderes Bett, welches am Tage bei Nichtverwendung quer unter der Decke des Fahrzeugs in der Wohnraumkabine deponiert wird. Dies kann zum Beispiel der vordere Bereich über dem Beifahrer- oder dem Fahrersitz sein. Ebenfalls kann das Bett über der Sitzgruppe oder über dem Küchenbereich in der Mitte untergebracht werden. Bei Bedarf wird zum Aufstellen die Hubtechnik betätigt. Das Hubbett kann entweder per Hand oder elektrisch heruntergelassen und eingefahren werden. Sehr komfortabel ist in erster Linie der elektrische Hub, welcher per Knopfdruck betätigt wird. Dies geschieht, wenn das Bett am Abend oder am Morgen ein- und ausgefahren werden muss.

Meist hat das Hubbett zwei gemeinsame Schlafplätze. Diese sind für Erwachsene oder für Kinder geeignet. Einzelbetten können ebenfalls verbaut werden.
Generell ist der Hubweg bei dem Bett ist recht lang, damit das Bett in gesenkter Lage einfach zugänglich ist. So lässt es sich bei einigen Modellen bis auf die Höhe des Lenkrades absenken. Zugleich erleichtert eine Stufe den Zugang.
Der Abstand zwischen der Decke des Fahrzeugs und Matratze ist in heruntergelassener Stellung hinreichend groß, um aufrecht auf dem Bett zu sitzen. Daher können die Camper darin beispielsweise gemütlich ein Buch lesen.

Der Hub-Mechanismus des Bettes nimmt lediglich ein kleines Stück der Breite des Wohnwagens in Anspruch. Dies ist also ein wenig kürzer als die meisten Heckbetten, die in den Reisemobilen verbaut sind. Obwohl ein Hubbett eigentlich nur ein zusätzliches Bett zum Hauptbett ist, bietet es beim Camping auf jeden Fall einen sehr hohen Schlafkomfort.

Die Hubbetten befinden sich stets über den Fahrersitzen oder der Küchensitzgruppe. Es gibt diese als Einzel- oder als Doppelbetten. Am Tage verschwinden die Betten nahezu unsichtbar unter dem Dach des Fahrzeugs. Hierbei können die Hubbetten per Hand oder elektrisch abgesenkt werden. Einige Modelle können sich bis auf Höhe der Sitzgruppe heruntersenken. Dies ist besonders praktisch, da der Camper ohne eine separate Leiter ins Bett gehen kann. Jedoch kann bei heruntergelassenem Hubbett die Sitzgruppe, die darunter liegt, nicht mehr benutzt werden. Zugleich lassen sich weitere Betten nur auf die Hälfte der Höhe des Wohnraums versenken, weshalb dann eine Leiter nötig ist. Zugleich kann dann die Sitzgruppe hierunter als solche verwendet oder zu einem separaten Schlafbereich im Camperausbau erweitert werden.

Hubbetten sind durch ihren Mechanismus etwas schwerer als herkömmliche Betten. Die Kopffreiheit unter diesem Bett ist außerdem etwas eingeschränkt, was für große Menschen zum Problem werden kann.
Die Mechaniken des Hubbettes sind im Laufe der Zeit leichter und zugleich luxuriöser geworden. Der große Anbieter Bürstner setzte am Anfang auf ein klassisches Gestell mit einem Gestänge aus Hebel, welches an den seitlichen Wänden verschraubt wurde. Inzwischen kommen lediglich schwer justierbare Hubbetten, die vorwiegend überwiegend Stahlseil bestehen zum Einsatz. Jene Art des Hubbetts lässt sich aufrecht rauf und wieder herunter fahren und es braucht keinen separaten Freiraum für das Schwenken und lässt sich damit fast unsichtbar in die Möbel integrieren.
Außerdem leiten die Betten Kraft nicht passend in die Wände ein und brauchen deshalb keine separaten Verstärkungen in diesem Gebiet. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Betten ohne Verkleidungen du Matratze zwischen 30 und 35 Kilogramm stufenlos arretieren können. So kann beispielsweise das Bettzeug sehr gut auf der Matratze verbleiben, da das Bett nicht unbedingt bis knapp unter die Wohnmobildecke gefahren werden muss.

Die Seilmechanik bei den Hubbetten funktioniert recht einfach. Der Rahmen des Bettes hängt an vier Stahlseilen an den Ecken fest, welche an der Konstruktion der Decke befestigt sind. Die passenden Umlenkrollen leiten die Seile unterhalb des Lattenrostes zu einem federgehemmten Schlitten. Beim Heben des Betts belastet die Feder zur Unterstützung mit, beim Versenken spannt diese sich. Damit die Hubbetten nicht schwanken können, wenn der Camper darauf liegt, wird dies an mehreren T-Schienen entlang geführt, welche an den Wänden oder an Möbeln montiert sind.

Der Schlafkomfort ist bei den Betten recht passabel. Noch komfortabler ist es, wenn das Hubbett über einen einzeln angebrachten Lattenrost verfügt.
Generell richtet sich die Größe der Liegefläche sich nach den Platzverhältnissen und der Position im Wagen. Aus diesem Grund kommt es oftmals vor, dass die Liegeflächen durch Rundungen oder durch Schrägen angepasst werden müssen. Trotzdem stehen für ein modernes Hubbett zwischen 1,85 und 2,00 Meter Länge sowie bis zu 1,60 Meter Breite für den Camperausbau zur Verfügung.

Das vollständige oder nur teilweise Hochfahren und Absenken des Hubbettes erfolgt schnell und einfach. Bei einer manuellen Ausführung sind Bügel und Griffe am Rahmen des Bettes befestigt. Die Verstellung der Höhe wird durch Gasdruckfedern geregelt. Modelle mit Kurbel sind heute eher selten anzutreffen. Die Betten hängen selbst an Gurten, Schienen oder Seilen sowie in Hebel- oder Scherengestängen. Zu den technischen Besonderheiten gibt es für Anfänger viele Tipps.

Der größte Vorteil eines Caravas mit Hubbett ist, dass der im Wagen vorhandene Platz bestmöglich genutzt werden kann. Die in die obere Richtung vergelagerte Liegefläche nimmt tagsüber keinen wertvollen Platz im Wohnbereich weg, was viel Spielraum und Freizügigkeit beim Grundriss sichert. Bei Nichtverwendung kann der im Wohnraum vorhandene Platz effektiver ausgenutzt werden.

Ein Hubbett besitzt nur wenige stehen wenige Nachteile. In manchen Fällen gilt es einen sicheren Ort für das Verstauen der Bettwäsche zu finden, wenn das Hubbett arretiert wird. Zudem beschränkt das Bett manchmal die Stehhöhe im Wagen, was sich in Teilintegrierten stärker im Bereich der Sitzgruppe auswirkt als bei den integrierten Betten über dem Fahrerbereich.

Mithilfe einer Scherenmechanik, die ein großer Vorteil ist, kann dann Bett elektrisch oder manuell herunter- und hochgefahren werden. Der möglichst verlängerte Hubweg gestattet einen angenehmen Einstieg in das Bett.
Zugleich bietet das Hubbett einen Schlafplatz ohne erhebliche Raumbeschränkungen und wird aus diesem Grund nicht nur als Feature im Caravan immer beliebter. In vielen Baureihen der Reisemobile ist es inzwischen schon in der Grundausstattung enthalten, meistens beim gänzlich integrierten Wohnmobil. Bei den teilintegrierten Reisemobilen kommt es oftmals in einer eigenen Familie mit erhöhter Dachhaube daher. Für kompakte Teilintegrierte der Klasse bis zu sechs Metern bietet sich das Hubbett als Schlafstätte anstatt Festbetten an und kann in diesem Fall mit dem Heckbad verbunden werden. Jene auf beiden Seiten befestigte Hubmechanik vermindert jedoch allerdings die Länge und die Breite der Liegefläche. In Abhängigkeit von der Einbaulage kann das Hubbett jedoch die Kopffreiheit und die Stehhöhe vermindern.
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