Gasfüllstand

Camping, Zelten und das Verreisen mit dem Wohnmobil oder dem Wohnwagen wird in der heutigen Zeit immer beliebter und populärer. Dies mag vor allem daran liegen, dass diese Branche des Urlaubes in den letzten Jahren immer mehr von steigendem Luxus und steigendem Komfort geprägt wurde. Steigender Luxus und steigender Komfort heißt aber auch, dass mehr Utensilien, mehr Gadgets und mehr Gegenstände für einen Urlaub benötigt werden. Seit Jahren setzten erfahrene Campingurlauber nicht mehr nur auf die nötigste Ausrüstung. Vielmehr wird die Ausstattung immer komfortabler. Für den Komfort, das heimische Gefühl und Luxus ist eine Campingküche in der heutigen Zeit unabdingbar. Diese ist in der Regel mit einem Campingkocher ausgestattet. Dabei gibt es unterschiedliche Arten von Campingkochern. Die am häufigsten anzutreffende Variante besteht zur Zeit in dem Gaskocher. Dieser wird mit Gaskartuschen betrieben.

Bei einer solchen Gaskartusche soll man immer überprüfen können, wie hoch oder niedrig der aktuelle Füllstand ist. Dies ist insbesondere deshalb so wichtig, damit man eines Tages nicht völlig überrascht feststellen muss, dass die Kartusche schon leer ist. Das ist vor allem dann ärgerlich, wenn gerade Kaffee oder Tee gekocht werden sollte oder ein Gericht zubereitet werden sollte und kein neues Gasgemisch auf die Schnelle besorgt werden kann. Teilweise gibt es nämlich nicht in jeder Region oder Urlaubsdestination die passenden Kartuschen. Dies wäre auch enorm ärgerlich, wenn das Gas zum Heizen verwendet werden sollte, weil es nachts zum Teil sehr kalt werden kann. Zum Teil kann eine Überprüfung durch ein Schütteln der Flasche durchgeführt werden. Allerdings ist diese Art der Messung sehr ungenau und kann enorm täuschen. Außerdem können die Gaskartuschen oder Flaschen ein hohes Gewicht erreichen und müssen daher erstmal gestemmt werden können. Diese Art der ?Messung? ist daher absolut nicht empfehlenswert.


Für die regelmäßige Füllstandskontrolle stehen aber verschiedene andere Methoden zur Verfügung, die im folgenden Artikel aufgezeigt werden. Hierbei sind vor allem Tipps für Anfänger aufgezeigt.

Als erstes Methode stehen Geräte zur Verfügung, die mit einer bestimmten Ultraschalltechnik versehen sind.

Zum Teil gibt es Messgeräte mit einer Ultraschalltechnik, bei denen der Füllstand direkt an der Flasche gemessen wird. Dieses Gerät ist sehr klein und handlich und wird direkt an die Gasflasche gehalten. Die Stelle ist dabei beliebig. Das Gerät hat eine stift-ähnliche Form. Im Inneren des Stiftes ist eine kleine LED Lampe verbaut. Wenn diese rot leuchtet, befindet sich an der Stelle der Gasflasche, wo das Gerät drauf gehalten wird, kein Gas mehr. Leuchtet die LED Lampe hingegen grün, ist an dieser Stelle noch Gas festzustellen. Durch diese Funktionsweise muss der Stift also von oben nach unten an verschiedenen Stellen der Flasche angesetzt werden. Dieser Messvorgang sollte mehrere Male hintereinander durchgeführt werden. Auf diese Weise gelingt es die Füllhöhe des Gases auszuloten. Dieses Ultraschall-Gerät kann bei Gasflaschen angewendet werden, die aus Aluminium oder Stahl bestehen und einen Durchmesser von nicht mehr als 35 cm aufweisen. Einige Modelle dieser Methode verfügen sogar über eine eingebaute Taschenlampe. Diese Methode ist sehr vorteilhaft, da die Stifte sehr günstig zu erwerben sind und die Gasflasche nicht aus ihrer Halterung entnommen werden muss. Als kleiner Nachteil besticht hier, dass die Messung nur direkt an der Flasche durchgeführt werden kann und dass der Stift mit Batterien betrieben wird. Außerdem wird eben nur die Füllhöhe ermittelt und nicht die Füllstandsanzeige.

Weiterhin gibt es Ultraschallgeräte, die unter der Gasflasche angebracht werden. Dies sind sog. ?Fernanzeige-Geräte?, bei welchen die Ermittlung des Füllstandes der jeweiligen Gasflasche ebenfalls per Ultraschall erfolgt. Durch diese Anbringung erfolgt letztendlich die Berechnung des Füllstandes der Gasflasche. Durch eine Bluetooth Verbindung kann dieses Gerät mit einem Handy über eine bestimmte App verbunden werden. Die Daten des Füllstandes gelangen auf diese Weise einfach und im Handumdrehen zur Auswertung auf das Smartphone. Der Füllstand wird in Kilogramm sowie in Prozent angegeben. Außerdem kann der Stand der Batterie, welche sich in dem Sensor an das Gasflache befindet, überprüft und regelmäßig kontrolliert werden. Ein weiterer enormer Vorteil bietet die App in der möglichen Berechnung der Restlaufzeit der Gaskartusche. Die Berechnung der Restlaufzeit ist möglich, da das Gerät die Füllmenge sowie den Verbrauch bestimmen kann. Aufgrund der Restlaufzeit weiß man immer ziemlich genau für wie viele Stunden das Gas für den passenden Verbrauch noch reicht. Somit ist bei dieser Art der Messung besonders vorteilhaft, dass diese aus der Ferne möglich sind. Ein solcher Sensor kann an Stahlflaschen haften, da diese magnetisch sind. Separate Adapter sind für die Befestigung an einer Flasche aus Aluminium notwendig. Ein Nachteil besteht hingegen darin, dass das Gerät bei jedem Wechsel der Flasche neu kalibriert werden muss.


Eine weitere Möglichkeit zur Bestimmung des Gasfüllstandes ist das Wiegen. Dies stellt eine sehr genaue Variante dar und für diese stehen unterschiedliche Hilfsmittel zur Verfügung.

Ein Beispiel für die Hilfe beim Wiegen ist die Kofferwaage. Diese wird einfach am Haken, der sich an der Gasflasche befindet, befestigt. Dann wird die Flasche vorsichtig hochgehoben. Durch die befestigte Kofferwaage kann nun das genaue Gewicht dieser Flasche bestimmt werden. Von dem Gewicht, welches auf der Kofferwaage angezeigt wird, muss das Taragewicht der entsprechenden Flasche abgezogen werden. Dies ist das Gewicht der Flasche im leeren Zustand, welcher sich zumeist auf der Flasche finden lässt. Alternativ könnte sich der Wert in der Anleitung finden lassen. Vom Ergebnis der Waage wird dann das Taragewicht abgezogen, sodass sich die in der Flasche verbleibende Gasmenge ergibt. Hierbei müssen etwaig Abweichungen von ca. 100 Gramm nach unten und oben toleriert werden. Von Vorteil bei dieser Methode ist, dass sie ohne Strom funktioniert. Ein Nachteil besteht aber darin, dass die Flasche hochgenommen werden muss. Dadurch muss ein sehr hohes Gewicht gehoben werden.

Eine weitere Möglichkeit ist die Ermittlung des Gasfüllstandes durch eine Wiegeplatte. Ein klarer Vorteil besteht bei dieser Methode vor allem darin, dass die Gasflasche nicht jedes Mal hochgenommen werden muss. Die Wiegeplatte wird unter die Gasflasche gestellt und per App werden die gemessenen und berechneten Daten an das Smartphone übertragen. Hier ergibt sich beispielsweise eine Angabe in Prozent. Dabei besticht die Wiegeplatte vor allem mit einer geringen Höhe, sodass sie in der Regel in jedem Auto, Wohnwagen, Camper oder Wohnmobil ihre Verwendung finden kann. Dabei kann die Platte regelmäßig bei Gasflaschen angewendet werden, die einen maximalen Durchmesser von ca. 30 cm haben. Ebenfalls ist die Berechnung der restlichen Betriebsdauer durch die Angaben der Füllmenge sowie des Verbrauchs möglich. Ein Nachteil hingegen besteht darin, dass das Gerät bei jedem Wechsel der Flasche neu kalibriert werden muss.
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