Batterien für Wohn- und Campingmobile

Geht man mit dem Wohnmobil auf Reise, sollte im Vorfeld bereits gut darüber nachgedacht werden, was im Urlaub dringend benötigt wird. Oftmals packt man viel zu viel ein, was sich am Ende als unnötiger Ballast herausstellt. Dies trifft vor allem auf Anfänger zu, die das allererste Mal in den Campingurlaub fahren. Hier ist eine Packliste mehr als hilfreich, auf der genau aufgelistet ist, welche Gegenstände normalerweise beim Campen sinnvoll sind und tatsächlich gebraucht werden.

Zu den Dingen, die man wirklich beim Camping benötigt gehören vor allem eine gute Batterie, die Tag- und Nacht ausreichend Energie liefert.
Doch gerade bei den Batterien gibt es eine unglaubliche Auswahl, die vor allem Anfänger verwirrt.

Daher sollen die nachfolgenden Tipps helfen und etwas Licht ins Dunkle bringen:
Die sogenannte Starterbatterie eines Wohnmobils versorgt beispielsweise lediglich die Fahrerkabine und die darin befindlichen elektronischen Geräte wie das Radio, Navigationsgerät oder den Zigarettenanzünder mit Strom, so wie dies auch bei einem herkömmlichen PKW üblich ist. Sollte man auf seiner Reise daher keine Möglichkeit haben, bei seinem Wohnmobil-Stellplatz einen externen Stromanschluss zu nutzen, so ist es keine gute Idee diese elektronischen Geräte über einen längeren Zeitraum über die Starterbatterie des Camping-Mobils zu betreiben. Im schlimmsten Fall endet dies damit, dass das Fahrzeug nicht mehr anspringt, da sich die Batterie hierdurch vollständig entladen hat.
Damit dies nicht geschieht und man auch am nächsten Tag mit seinem Wohnmobil oder Camper noch in Ruhe weiter umherreisen kann, gibt es für die Stromversorgung im Wohnbereich eines Campers oder Wohnwagens spezielle Aufbaubatterien. Diese werden auch als Wohnraum- oder Bordbatterien bezeichnet und sind in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich: So gibt es beispielsweise Batterien mit einer AGM- oder Gel-Ausführung, die für ihre gesamte Lebensdauer wartungsfrei und zudem auslaufsicher sind. Hinter der Bezeichnung von AGM verbirgt sich ein Blei-Vlies-Akku, der einem Bleiakku entspricht. Diese Art von Batterie verfügt über eine höhere Leistung trotz hoher Entlade- bzw. Ladeströme im Vergleich zu allen anderen Batteriearten.

Des Weiteren sind klassische Säure- bzw. Flüssigbatterien für die Verwendung im Wohnraum verfügbar, die eine hohe Zyklen Festigkeit bei jeder Ladung erreichen.
Eine Gel-Batterie schafft diese Leistung zwar ebenso, muss jedoch direkt im Anschluss gleich wieder aufgeladen werden.

Als weiterer Klassiker gilt die Nassbatterie, deren Aufbau, dem einer Starterbatterie ähnelt. Den entscheidenden Unterschied macht das Innere deutlich, da die Bleiplatten dicker sind und wodurch dieser Batterietyp die zyklische Beanspruchung besser verträgt. Ältere oder einfache Nassbatterien müssen jedoch dahingehend gewartet werden, indem regelmäßig destilliertes Wasser nachfüllen wird. Dies hängt mit der Ausgasung der Nassbatterie zusammen. Moderne Nassbatterien hingegen sind jedoch völlig wartungsfrei.

Eine solche Nassbatterie ist tatsächlich die günstigste Art der Stromversorgung und kann sogar kurzzeitig hohe Ströme liefern, aber auch bei dieser Batterie-Art ist sorgfältig darauf zu achten, dass sie nicht zu tief entladen wird. Bei einer zu tiefen Entladung unterliegt nämlich auch die Nassbatterie einem deutlich zu hohen Verschleiß. Aber gerade für Menschen, die Camping lieben und häufig mobil umherreisen, eignet sich dieser Batterietyp besonders, da von ihnen häufig am Wohnmobil-Stellplatz ein fester Stromanschluss mit Landstrom genutzt wird.
Tipps, wodurch die Lebensdauer einer Batterie optimal ausgenutzt und der jeweilige Ladevorgang möglichst kurzgehalten werden kann gibt es einige: Denn beim Ladevorgang von Batterien sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass ein entsprechend passendes Ladegerät für den jeweiligen Batterietyp verwendet wird, um eine optimale Vollladung zu erreichen. Dies gilt für sämtliche Batterietypen, ganz unabhängig, ob diese per Ladebooster, herkömmlichen Ladegerät oder sogar durch einen Solarregler aufgeladen werden. Das Ziel sollte hierbei stets sein eine möglichst geringe Entladung anzustreben und eine Tiefenentladung auf jeden Fall zu vermeiden! Dabei kann ein Desulfator Abhilfe schaffen, der eine optimale Betriebssicherheit und eine lange Lebensdauer der Batterie garantiert. Des Weiteren schützt er vor einer Unterspannung.

Finden die vorgenannten Tipps keine Beachtung und lässt man nicht die notwendige Sorgfalt beim Aufladen von Batterien walten, verkürzt sich die Lebensdauer der Batterie um ein Vielfaches und man muss schlimmstenfalls eine neue Batterie kaufen.
Da Campen in unserer heutigen modernen Zeit sehr angesagt ist, entstehen nicht nur immer größere und luxuriösere Wohnmobile, Wohnwagen und Camper, sondern wächst auch stetig die Anzahl neuer Campingplätze und ganzen Ressorts, die Camper aus aller Welt willkommen heißen.

Um mit den neuen Plätzen mithalten zu können werden ältere Campingplätze um- und ausgebaut und vergrößert, um noch mehr Campern Raum für Urlaub und Erholung zu bieten. Dies macht sich auch bei der entsprechenden Ausstattung der einzelnen Stellplätze bemerkbar, die man mit seinem Camper im Urlaub ansteuern kann. Die Stellplätze sind nicht nur flächenmäßig größer als früher, sondern verfügen inzwischen zumeist standardmäßig über einen eigenen Strom- und Wasseranschluss.
Um seinen eigenen Stromanschluss nutzen zu können benötigt man lediglich ein entsprechendes Anschlusskabel. In der Regel sind diese Kabel europaweit genormt und verfügen über einen einheitlich blauen Look, wodurch diese Kabel gleich als Stromkabel identifiziert werden können. Von Haus aus verfügen die meisten Camper unserer modernen Zeit bereits über eine CEE-Steckdose, die ebenfalls in blauer Farbe gehalten ist. Über diese Steckdose und das dazugehörige Kabel kann man dann einfach den Stromanschluss an seinem Stellplatz herstellen und hierdurch sämtlichen elektrischen Geräte problemlos kontinuierlich mit 220 oder 230 Volt Wechselstrom versorgen.

Jeder Camping-Liebhaber sollte daher unbedingt vor seiner Reise überprüfen, ob das Camp-Mobil auch tatsächlich über eine entsprechende CEE-Steckdose verfügt und ob das blaue Stromkabel wirklich mit an Bord ist, um den notwendigen Stromanschluss auch tatsächlich am Urlaubsort herstellen zu können. Die Stromversorgung aus der Steckdose ist bequem und schont gleichzeitig auch immer die Batterie des jeweils genutzten Urlaubs-Fahrzeugs.

Sollte bei der Überprüfung des Urlaubsgefährts festgestellt werden, dass dieses über gar keine CEE-Steckdose verfügt, kann als Alternative problemlos ein Adapter hierfür gekauft oder oftmals auch auf dem Campingplatz geliehen werden. Den Adapter gibt es auch versehen mit einem entsprechenden Kabel, das bis zu 25 Meter Länge umfasst. Ein solch langes CEE-Adapterkabel hat den Vorteil, dass man mit dem Camp-Mobil nicht unbedingt direkt neben einem Strommast parken muss sondern ruhig auch ein paar Stellplätze daneben einchecken kann.
Die Verwendung einer Kabeltrommel, die mit den jeweils einheitlichen CEE-Steckern kompatibel ist, kann für die Herstellung des Stromanschlusses vorteilhaft sein. So entsteht beispielsweise durch den Einsatz einer Kabeltrommel kein Kabelsalat, was wiederum einer Stolpergefahr auf dem Stellplatz - gerade bei Dunkelheit - vorgebeugt. Auch ist durch den Einsatz einer Kabeltrommel die notwendige Stromverbindung sehr schnell hergestellt und genauso flott wieder deinstalliert. Des Weiteren können durch die Nutzung einer Kabeltrommel sogleich mehrere Stromanschlüsse hergestellt und hierdurch mehr als ein elektronisches Gerät gleichzeitig mit Strom versorgt werden. Selbst die Batterie eines Wohnmobils oder Campers kann so parallel neben den anderen zu ladenden elektronischen Geräten in aller Ruhe aufgeladen werden.
Die Ladeanzeige, die in der Regel im Wohnraum des Wohnmobils verbaut ist, gewährleistet, dass man jederzeit einen Überblick bezüglich des gerade zur Verfügung stehenden Stroms erhält. Durch die aller neusten Hightech Ladeanzeigen lässt sich sogar genau ablesen, welches elektronische Gerät wieviel Strom bei seiner jeweiligen Nutzung verbraucht. Aufgrund der Ladeanzeige kann jederzeit überwacht werden, dass der Stromanschluss nicht überlastet wird, indem beispielsweise zuviel elektrische Geräte gleichzeitig angeschlossen sind. Hierdurch wird einem möglichen Stromausfall vorgebeugt und man muss keine Angst haben plötzlich im Dunkeln sitzen zu müssen. Die neueren Geräte besitzen sogar die Möglichkeit direkt vor einer bevorstehenden Überlastung durch ein akustisches Signal zu warnen, wie dies bei Gas- oder Feuermeldern üblich ist.

Aber die Ladeanzeige ist nicht nur bezüglich einer möglichen Überlastung oder gar wegen der Warnung vor einem Zusammenbruch der Stromzufuhr sinnvoll, denn durch die exakte Anzeige, welches Gerät wieviel Strom innerhalb welcher Zeit verbraucht ist es nämlich auch möglich Strom einzusparen, indem man dann dieses Gerät einfach vom Stromnetz entfernt. Gleichfalls besteht aber auch die Option, anhand der Ladeanzeige des Wohnmobils den Stromverbrauch im Innenraum so zu optimieren, dass hierdurch das Maximum an gleichzeitig nutzbaren Geräten herausspringt.
Für Wohnmobile und Camper gibt es auch Ladegeräte, die speziell für das Aufladen der Motorbatterie konzipiert wurden. Manche dieser Geräte lassen sich sogar fest in das entsprechende Gefährt einbauen. Jedoch sollte vor einem festen Einbau in das Wohnmobil oder einen Camper unbedingt darauf geachtet werden, ob durch das favorisierte Ladegerät auch tatsächlich eine hundertprozentige Aufladung erfolgt, da nicht alle Geräte eine vollständige Aufladung zustande bringen. Oftmals ist dies einer inkorrekten Abstimmung auf die Spannung der Batterie geschuldet, weshalb man bereits vor einem Einbau unbedingt darauf achten sollte, dass das Batterieladegerät auch wirklich für den entsprechenden Wohnmobiltyp geeignet ist und für die Anforderungen an das moderne Caravaning hergestellt wurde.
Neuartige Ladegeräten müssen heutzutage nicht mehr zwischen den einzelnen Ladevorgängen von der Batterie getrennt werden. Die Erhaltungsladung stellt bei diesen Geräten jederzeit sicher, dass die Batterie auch dann stets voll aufgeladen bleibt, wenn sie nicht genutzt wird.

Da sich in den meisten Wohnmobilen 12 Volt Akkus in Form von offenen oder geschlossenen Blei-Säure-Batterien, Gel-, Calcium/Calcium-, oder AGM-Batterien befinden, sind Automatik-Batterieladegeräte am besten geeignet, um diese optimal laden zu können. Diese Automatik-Batterieladegeräte besitzen eine sogenannte IUoU-Kennlinie, die sich mithilfe eines Umschalters problemlos an den jeweiligen Batterietyp anpassen lässt. Dank des automatischen Batterieladegeräts wird der Akku sodann vollständig aufgeladen, was ansonsten durch die Lichtmaschine des Wohnmobils keinesfalls ohne einen zusätzlichen Ladebooster von Batterie zu Batterie möglich wäre. Demnach lässt sich also durch den Einsatz eines automatischen Ladegeräts ein optimales Ladeergebnis erzielen. Dies schont nicht nur die Batterie selbst, sondern verlängert auch zudem deutlich ihre Lebenszeit.
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